Bildungsstreikdemo 17.06.09

Vom 15.6. – 19.6. findet der bundesweite Bildungsstreik statt.
In Göttingen ruft ein Stadtbündnis bestehend aus diversen Schüler_innengruppen, Studierendengruppen, Jugendverbänden und Gewerkschaften zu einer gemeinsamen Demonstration gegen die „Bildungsmisere“ auf. Mit einem eigenen Aufruf zu der Demonstration und mit einem eigenen Block, wollen wir klar machen, dass man die aktuellen Verhältnisse im Bildungssektor nicht kritisieren kann, ohne dabei den Kapitalismus zu kritisieren.

Deswegen: Kommt zum sozial-revolutionären Block auf der Bildungsstreikdemo am 17. Juni. Treffpunkt 10:30h auf dem Campus der Universität Göttingen

  • Aufruf der BG Geschichte zum sozial-revolutionären Block >>
  • Interessante Texte zum Bildungsstreik von Freerk Huisken: 1 | 2
  • Aufruf zum Demoblock:

    Alle reden davon, dass die Bildung den Bach runtergeht. Schüler_innen, Studierende, Auzubildende, Lehrende, Angestellte und alle anderen, die im Bildungssektor tätig sind, leiden unter den aktuellen Bedingungen des Bildungssystems. Doch stammen diese nicht von ungefähr…

    Eine bloße Kritik von Turbo-Abi und Bachelor/Master greift zu kurz, bezieht sie doch das zu Grunde liegende System – den Kapitalismus – nicht mit ein. Aber warum sollte man auch? Darum:
    Es lassen sich zwar Forderungen stellen, doch ändern diese nichts am Grundproblem, denn der kapitalistische Normalzustand bedeutet immer Sachzwänge statt Bedürfnisorientiertheit. So kollidieren unabdingbar Vorstellungen von einem selbstbestimmten Leben und Lernen mit den Anforderungen des aktuellen, flexibilisierten Arbeitsmarktes. Was scheinbar nur die Bildung betrifft, entspricht eigentlich der allgemeinen Vorstellung von Arbeit im Kapitalismus: Die „Ausbildung“, wie sie beispielsweise im Bachelor/Master stattfindet, orientiert sich an der bestmöglichen Verwertbarkeit der Arbeitskraft. Dabei ist doch der Zwang, die eigene Arbeitskraft verkaufen zu müssen per se schon scheiße und der Kapitalismus ist mit Ausgrenzungen beispielsweise in Form von Rassismus und Sexismus notwendig verknüpft.
    Die aktuelle Krise als notwendiger Bestandteil des Kapitalismus verschärft zwangsläufig die Missstände im Bildungssystem. Der Staat kann sie nur verwalten. Deshalb weisen unsere Forderungen nach einem schönen Leben über den Staat hinaus. Wir brauchen zum Beispiel selbstverwaltete Strukturen in Schulen, an Universitäten und in allen anderen Bereichen der Gesellschaft.

    Um aus der Gesamt-Misere endlich raus zu kommen, müssen wir uns organisieren!
    Wir müssen die gesellschaftlichen Verhältnisse analysieren und kritisieren.
    Lasst uns uns gemeinsam auflehnen, damit wir den beschissenen Kapitalismus als Ganzes überwinden!

    • Print
    • PDF
    • email
    • RSS
    • Facebook
    • Twitter
    • MySpace
    • studiVZ meinVZ schülerVZ


    Organisiert in:


    ums ganze! @ facebook
    ums ganze @ twitter


    Banner 200*120



    Wir bieten an:



    Audio: UG Kongress 2013





    Video:




    Lesen und hören: