Antifa Aktionstag Iran: 12. August 2009

Am 12. August rufen bundesweit linke Gruppen zu einem Antifa-Aktionstag gegen das iranische Regime und ihre deutschen Kollaborateure in der Wirtschaft auf.
Solidarität mit den Aufständischen in Iran!
Göttingen: 12. August um 17 Uhr Gänseliesel

Aufruf für Göttingen zum bundesweiten Aktionstag gegen die Unterstützung des islamischen Regimes im Iran:

Solidarität mit dem Widerstand im Iran!
Kein Technologieexport zur Unterdrückung der Freiheitsbewegung im Iran !

Verhaftungen, Hinrichtungen Mord und Terror gegenüber Andersdenkende kennzeichnen das iranische Regime. Ein Regime, das sich vor 30 Jahren im Zuge der Revolution gegen den Schah etabliert hat, indem es in Form einer Gegenrevolution alle sozialen Bewegungen von ArbeiterInnen, Frauen, Homosexuellen, ethnische Minderheiten und StudentInnen vernichtet hat. Mehr als 30000 Menschen wurden hingerichet, hunderttausende wurden verhaftet und in den Gefängnissen gefoltert.
Mittlerweile sind 30 Jahren vergangen.Seit der Bekanntgabe des manipulierten Wahlergebnisses liefern sich Menschen im Iran heftige Strassenschlachten mit der Polizei, den Revolutionswächtern (Pasdaran) und den paramilitärischen Basiji-Milizen. Trotz des Demonstrationsverbots gehen Millionen Menschen immer wieder auf die Straßen.
Ursprünglich wollten systemtreue, pseudoreformorientierte Kräfte um den ehemaligen Premierminister Mussawi mit ihren Wahlprogramm mit Menschenrecht- und Frauenrechtsheuchelien kleine Korrekturen im System schaffen.
Aber die Protestbewegung hat sich anders entwickelt und rasant ausgeweitet: ihnen reichen keine „Pseudo-Korrekturen“, Mittlerweile rufen sie Parolen wie Tod der Diktatur und Tod dem Wächterrat.
Hier zeigt sich, dass sie nicht nur gegen den Wahlbetrug sondern vor allem gegen 30 Jahre Bevormundung, Gängelung und Menschenrechtsverletzung durch das islamische Regime und für ihre Sehnsucht nach Freiheit und Selbstbestimmung auf die Straße gehen.

Unsere Solidarität gilt Millionen IranerInnen, die sich unter größtem Risiko für Leib und Leben dem faschistischen islamischen Regime entgegenstellen und trotz der brutalen Repressionen (mehr als hundert Todesopfer, willkürliche Massenfestnahmen und hunderte Verschleppte) bis heute nicht aufgeben. Das barbarische Regime im Iran fällt nicht vom Himmel, sondern erhält seinen Halt und Stabilität durch eine weltweite Partnerschaft im kapitalistischen System: So ist Siemens-Nokia Networks – ein Joint-Venture Unternehmen von Siemens und Nokia – am Aufbau der Überwachungsinfrastruktur im Iran beteiligt. „Deep Packet Inspection“ (DPI) lassen sich auch die Inhalte von E-Mails und Web-Telefonaten überwachen und blockieren. Die Firma Rohde&Schwarz liefert die auf den iranischen Straßen eingesetzten Schlagstöcke oder in den Foltertrakten der Gefängnisse zum Einsatz kommenden tödlichen Elektroschocker. Und die Firma Dräger aus Lübeck lieferte Gasmasken für Tränengasangriffe, und die Firma Heckler&Koch Handfeuerwaffen.
Die blutige Unterdrückung der iranischen Revolte geht nicht ohne diese Geschäfte vonstatten, wird aber gleichzeitig mit der Ignoranz und dem Schweigen der meisten PolitikerInnen und Medien begleitet.

Wir, einige Göttinger Gruppen, haben uns zusammengeschlossen, um gegen das Regime im Iran und deren Geschäftspartner Nokia-Siemens u.a. zu protestieren und werden diese menschenverachtende Geschäfte mit dem iranischen Regime nicht ungestört hinnehmen.

Wir rufen dazu auf, sich dem Bundesweiten Aktionstag am 12. August an zu schließen.

Mittwoch, den 12. August 2009 , 17 Uhr, Gänseliesel

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