Für ein Ende der PolizeiGewalt !

 Am 4. September ist Tag der offenen Tür bei der Polizeidirektion Göttingen. Die Polizei feiert sich selbst und hat sich dazu noch das passende Thema „Zivilcourage“ ausgesucht.

Dabei hat die Polizei in Göttingen gerade in letzter Zeit mal wieder deutlich gemacht, dass sie weder Freunde noch Helfer sind. Im Rahmen der absurden Ermittlungen aufgrund des Brandes in der Teeküche der Ausländerbehörde durchsuchte sie ein selbstverwaltetes Wohnprojekt, kontrollierte tausende FahrradfahrerInnen auf der Suche nach „Rechtsaufsteigern“ und phantasiert von linkem Terrorismus wegen ein wenig Alleskleber, der Feuer gefangen hat. Auf Demonstrationen tritt sie aggressiv und brutal auf und in der Nacht stürmt sie dann in Wohnungen von „nicht-deutschen“ Menschen, verschleppt diese und schiebt sie gegen ihren Willen in ihre vermeintliche „Heimat“ ab.

Während selbst Amnesty International in einer aktuellen Kampagne die Polizeigewalt und Straflosigkeit der Beamten anprangert; während die Polizei Proteste gegen Naziaufmärsche brutal verhindert; Zivilcourage verfolgt oder – wie jüngst das Blockadetraining der Grünen Jugend in Göttingen – verboten wird; während PolizistInnen mit über 1.600 Körperverletzungen im Amt die Statistik der politisch motivierten Gewalt 2009 anführen, will sich die hiesige Polizeidirektion mit Familienspaß und Technikshow als Beschützerin des gesellschaftlichen Friedens darstellen.

Stattdessen ist jeder Streifenwagen nur trauriger Ausdruck davon, dass wir noch immer in einer Gesellschaft leben, die auf Gewalt gegründet ist und nur durch die permanente Androhung und regelmäßige Ausübung von Gewalt funktioniert. Die abstrakte Gewalt der gesellschaftlichen Ordnung konkret durchzusetzen, das ist die Aufgabe der Polizei. Zugleich ist die Existenz der Polizei auch ein Beleg, wie viel Gewalt zwischen den Menschen stattfindet, wie viel Aggression, Wut und Gleichgültigkeit das Gesellschaftssystem tagtäglich produziert. Der lähmenden Argumentation, die Polizei sei aufgrund der Diebe, Mörder und Vergewaltiger notwendig, stellen wir die Frage nach den gesellschaftlichen Ursachen dieser Gewalt entgegen.
Kommt zur Kundgebung mit Infotischen am Samstag den 04.09.2010 um 12 Uhr bis 15 Uhr in der Nähe der Polizeiwache!

 Text der Gruppe Gegenstrom zum Thema >>
Bericht bei MOG >>
Bericht bei goest >>








Weitere Infos/Texte zum Thema:

  • Initiative für gesellschaftliches Engagement- gegen Kriminalisierung und politische Justiz, Göttingen (IfGE) >>
  • Die Broschüre der IfGE: „In der vorliegenden Broschüre wird gezeigt, wie Polizei und Justiz mit einem bestimmten Maßnahmenkatalog immer wieder gezielt gegen
    politisch aktive Menschen aus Göttingen vorgehen.“ PDF >>
  • „Das Ende der Gewalt“ Text der Antifaschistischen Aktion Berlin (2001) >>
  • Broschüre zum Thema Polizeigewalt (Anti-Diskriminierungsbüro Berlin) PDF
    >>
  • Interview mit dem Bundessprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Kritischer Polizistinnen und Polizisten zum Thema Willkür und Polizeigewalt
    >>

Hintergründe zur Kampagne der Polizei gegen die linke Szene in Göttingen am Beispiel der Roten Straße

  • Stadtmagazin Monsters of Göttingen (MOG) `Die Akte „Rote Straße“`>>
  • Stadtmagazin Monsters of Göttingen (MOG) „Das Extremismusproblem der Göttinger Linkenhasser“ >>
  • Göttinger Tageblatt „Gutachten des Spürhundexperten blamiert Ermittler“ >>
  • Göttinger Tageblatt „Nach Brandanschlag: Linke Rechtsaufsteiger verdächtig“ >>
  • TAZ „Massive Kritik an Göttinger Polizei“ >>
  • Telepolis „Fragwürdige Ermittlungsmethoden“ >>
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