Archiv für Juni 2013

POLITIK IN DER KRISE «Denn sie wissen nicht: Was tun?»

Der dritte …umsGanze!-Kongress

5.-7. Juli 2013
Technische Universität Berlin

Erste Programmübersicht

Auf dem dritte Kongress des …umsGanze!-Bündnisses wollen wir mit Dir und Genoss*innen aus anderen Län­dern über die Transformation von Kapitalismus, Staatlichkeit und Politik in der Krise diskutieren. Wie können wir diese Ordnung kippen? Und warum macht sie es uns so schwer?

Überall in Europa kämpfen Lohnabhängige, Arbeitslose und Menschen in Ausbildung gegen die Austeritäts­politik der EU. Auf Straßen und Plätzen experimentieren sie mit direkter Demokratie und streiten über neue Modelle solidarischer Ökonomie. Selbst in Deutschland werden Risse im System sichtbar – durch stadtpoliti­sche Kämpfe, durch den Widerstand von Geflüchteten, durch Krisenproteste und Versuche sie zu kriminali­sieren. Doch auch linke Politik und antikapitalisti­sche Kritik stecken in der Krise. Zwar haben sich die Zukunftsversprechen des Neoliberalismus und des Nationalstaats erledigt. Aber echte Alternativen scheinen noch viel utopischer. Die EU wankt, und kann doch problem­los ihre marktradikale Regierungslogik durchset­zen. Die Illusion eines staatlich gezähmten Kapitalismus mit menschlichem Antlitz hat Konjunktur. Rassismus und Sozialchauvinis­mus stehen in voller Blüte, reaktionäre Krisendeutungen sind weit verbreitet, traditionelle Geschlechterrollen erleben eine Renaissance.
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15.06. Antifa Cup + Umbrella Antifa Party

Morgen steigt der exzellente einzigartige Antifa Cup in Göttingen. Danach geht`s zur großen Sause mit HipHop, Punk, Pop und Elektro in den T-Keller. Und wer gerade in Berlin sein sollte, warum auch immer, kann mit unserer befreundeten Kleinstgruppe in der K9 abfeiern. Viel Spaß!











































15.06.: Umbrella Antifa – Blockupy Soli Party






















Gö: 150 gegen Polizeigewalt bei Blockupy

150 Menschen demonstrierten heute in Göttingen gegen die staatliche Repression bei den antikapitalistischen Blockupy-Tagen in Frankfurt

Heute, am 2 Juni, demonstrierten unangemeldet 150 Menschen durch die Göttinger Innenstadt um ihren Unmut und ihre Wut über die brutale Polizeigewalt bei den Blockupy-Protesten zum Ausdruck zu bringen. Bei der Auftaktkundgebung berichteten Aktivist*innen von den Ereignissen in Frankfurt. Danach zogen die Teilnehmer*innen lautstark durch Weender Straße und Jüdenstraße. Auf dem KAZ-Platz löste sich die Demonstration auf.

Die Redner*innen gingen neben den Gewaltexzessen der Polizei auch auf die politischen Inhalte von Blockupy ein. Sie berichteten u.a. dass der Protest gegen autoritäre Krisenpolitik und Kapitalismus am Freitag auch an den Frankfurter Flughafen getragen wurde.
„Mit dieser Aktion gegen Abschiebung und staatlichen Rassismus sollte der Fokus auf die Zusammenhänge von kapitalistischer Konkurrenz, Krise und Rassismus gelegt werden“, so die Sprecherin des antikapitalistischen ums Ganze! Bündnisses Marlies Sommer.
Schon bei diesen Demonstrationen waren die Menschen absurden Polizeiübergriffen ausgesetzt. Mehrere Menschen wurden durch Schlagstockeinsatz, Faustschläge ins Gesicht und Pfefferspray verletzt. Die Polizeigewalt auf der großen Bündnisdemonstration übertraf dann aber alles. So sieht autoritäre Krisenpolitik in Deutschland 2013 aus. Wegen sogenannter passiver Schutzbewaffnung und Vermummung (bemalte Regenschirme u.ä.) wurden hunderte TeilnehmerInnen des antikapitalistischen Blocks von der Polizei gekesselt und über 9 Stunden festgehalten. Währenddessen kam es immer wieder zu Prügelorgien der Polizei und massivem Pfeffersprayeinsatz gegen die unbewaffneten Demonstrant*innen.Viele Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der gesamte Demozug mit über 20 000 Menschen zeigte sich solidarisch und blieb entgegen der Anweisungen der Polizei auf der Demonstrationsroute stehen.
„Dass Polizei, andere staatliche Institutionen und Parteien unsere antikapitalistische Kritik mundtot machen wollen ist für uns nichts neues. Eine Politik, die sich als alternativlos darstellt, und deswegen kein Konzept hat, das Leben der Menschen zu verbessern, tut alles, die Diskussionen von unten zu stören und Aktionen zu verhindern, die diese verheerende Krisenpolitik angreifen. Davon werden wir uns nicht einschüchtern lassen“, erklärte die Bündnis-Sprecherin.

La lotta continua !
Für ein Ende der [Polizei]Gewalt!